
DIE LEBER - IHRE FUNKTION UND MÖGLICHE LEBERERKRANKUNGEN
Die Leber ist das größte und schwerste unserer inneren Organe!
Die Fettlebererkrankung (Steatosis hepatis) zählt heute zu den häufigsten Leberleiden in Deutschland. Viele Betroffene wissen lange nichts von der Veränderung – denn die Leber schmerzt nicht, auch wenn sie überlastet ist. Unbehandelt kann eine Fettleber jedoch zu Entzündungen, Vernarbungen (Fibrosen) und langfristig sogar zu einer Leberzirrhose führen. Im Rahmen unseres Leber-Gesundheitschecks untersuchen wir gezielt die Leberfunktion, um Frühstadien zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, bevor bleibende Schäden entstehen.
Ihren Facharzt für Lebererkrankungen finden Sie in unserem CHECK UP Zentrum für Diagnostik & Präventivmedizin in Bornheim zwischen Köln und Bonn.
Ihre Fachärzte bei Lebererkrankungen wie Fettleber, Leberfibrose oder Leberzirrhose.

Moderne Medizintechnik und Diagnostik in persönlicher Atmosphäre
Unser CHECK-UP-Zentrum gehört mit über 80.000 Gesundheitschecks zu den erfolgreichsten und beliebtesten Zentren in Deutschland.
Info-Film
Ein Videoclip des WDR im CHECK-UP Zentrum von Dr. Lunow & Partner informiert über die Ursachen und Symptome einer Lebererkraknung wie z.B. einer Fettleber.


WAS IST EINE FETTLEBER?
Eine Fettleber – medizinisch als Steatosis hepatis bezeichnet – ist eine Erkrankung, bei der sich übermäßig viel Fett in den Leberzellen ansammelt. Normalerweise speichert die Leber kleine Mengen an Fett, doch bei einer Fettleber ist dieser Prozess gestört: Entweder wird zu viel Fett aufgenommen, zu wenig Fett abgebaut oder zu wenig Fett aus der Leber transportiert. Langfristig kann das zu schweren gesundheitlichen Folgen führen.
Ursachen für diese Störung sind meist ein Überangebot an Fetten oder Zucker (z. B. durch ungesunde Ernährung), Giftstoffe (wie Alkohol) oder Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes). Die Verfettung der Leber verläuft oft schleichend und symptomarm, weshalb sie lange unentdeckt bleiben kann.
Medizinisch spricht man von einer Fettleber, wenn mehr als 5 Prozent des Lebergewichts aus Fett bestehen oder mikroskopisch mehr als ein Drittel der Leberzellen verfettet sind. Aktuelle Daten zeigen einen besorgniserregenden Anstieg der Fallzahlen, der vor allem mit der zunehmenden Verbreitung von Übergewicht, Adipositas und metabolischem Syndrom zusammenhängt.

Ursachen von Lebererkrankungen
Grundsätzlich entsteht eine Fettleber (Steatosis hepatis oder Steatohepatitis), wenn der Körper mehr Fette bildet oder über die Nahrung aufnimmt, als er abbauen kann. Häufig wird erhöhter Alkoholkonsum als typische Ursache für eine Fettleber genannt. Alkohol wird – wie viele andere Giftstoffe – überwiegend in der Leber abgebaut. Dabei entsteht als Zwischenprodukt Azetaldehyd, das in größeren Mengen die Leberzellen direkt schädigt.
Alkoholkonsum ist jedoch längst nicht mehr die Hauptursache der Fettleber. Heute ist Übergewicht, oft begleitet von Diabetes mellitus und Insulinresistenz, der häufigste Auslöser. Ein weiterer Risikofaktor ist Bluthochdruck. Inzwischen leidet etwa jeder Vierte in Deutschland an einer nicht-alkoholischen (metabolischen) Fettleber (NAFLD oder MASLD). Häufig stecken eine kalorienreiche, zucker- und fetthaltige Ernährung sowie Bewegungsmangel dahinter.
Auch Menschen mit Normalgewicht können betroffen sein. Und sogar eine Mangelernährungkann die Entstehung einer Fettleber begünstigen. Bei einem Proteinmangel (z. B. Marasmus, Kwashiorkor), falschen Diäten, strengem Fasten (etwa bei Magersucht oder Anorexie) fehlen dem Körper die Aminosäuren, die er für den Aufbau von Eiweiß benötigt. Dazu zählen auch die für den Fettabbau nötigen Enzyme und Transporteiweiße. Fehlen diese, werden Fette in der Leber eingelagert.
Seit einigen Jahren ist ein starker Anstieg der Häufigkeit der nicht-alkoholischen Fettleber zu beobachten. Besonders besorgniserregend ist, dass zunehmend auch jüngere Menschenerkranken.
Seltener kann eine Fettleber als Folge einer Virusinfektion, einer Autoimmunerkrankung oder durch Medikamente (z. B. Acetylsalicylsäure, Amiodaron, Steroidhormone/Kortikosteroide oder Tetrazykline) entstehen. Auch eine genetische Disposition kann ein Risikofaktor sein.
Symptome von Lebererkrankungen
Eine Fettleber entwickelt sich oft schleichend und verursacht im Frühstadium meist keine oder nur unspezifische Symptome. Viele Betroffene merken lange Zeit nichts von der Erkrankung.
Da die Leber keine Schmerzen empfindet, nehmen wir Veränderungen ihrer Struktur nicht unmittelbar wahr. Wer unter einer Fettleber leidet, hat zunächst keine oder nur geringfügige Beschwerden, die oft als Alltagsbeschwerden abgetan werden: Müdigkeit, Schwäche oder diffuse, leichte Schmerzen im Oberbauch oder im Magen-Darm-Bereich.
Wird eine Fettleber in diesem Stadium diagnostiziert, geschieht das häufig zufällig oder im Rahmen von umfassenden Gesundheitschecks.
Wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist oder sich eine Entzündung (Steatohepatitis)oder Zirrhose entwickelt hat, verstärken sich die Symptome: stärkere Schmerzen, Erbrechen, Gewichtsverlust, hohes Fieber oder eine Gelbsucht (Ikterus) können auftreten. Weitere Begleiterkrankungen verschlechtern den Allgemeinzustand zusätzlich.
Diagnostik von Lebererkrankungen
Wegen der drohenden Folgeerkrankungen ist die frühzeitige Diagnose der Fettleber entscheidend für die Therapie.
Unerkannt und unbehandelt kann die Erkrankung von einer Fettleberhepatitis bis zur Leberzirrhose fortschreiten. Das Lebergewebe vernarbt, das Organ verliert nach und nach seine Funktionsfähigkeit. Im schlimmsten Fall drohen ein Leberkarzinom oder ein tödliches Leberversagen.
Da eine Fettleber meist nur unspezifische Symptome verursacht, wird sie oft zufälligfestgestellt. Im Rahmen von Check-up-Untersuchungen kann der Zustand der Leber gezielt abgeklärt werden. Laborwerte allein lassen jedoch nicht immer eine eindeutige Diagnose zu. Zielführender ist eine schrittweise Diagnostik mit verschiedenen Methoden – von der Anamnese über die körperliche Untersuchung und einfache Bluttests bis hin zu bildgebenden Verfahren wie:
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Ultraschall
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Fibroscan
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Computertomographie (CT) oder
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Entnahme einer Gewebeprobe (Leberbiopsie).
Therapie von Lebererkrankungen
Die Therapie einer Fettleber hängt maßgeblich von der Ursache (alkoholisch oder nicht-alkoholisch) und dem Schweregrad (einfache Fettleber, Entzündung/Steatohepatitis, Fibrose/Zirrhose) ab. Die beste Therapie ist präventiv – durch gesunde Ernährung, Bewegung und Alkoholkarenz. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt und werden gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen, ist sie reversibel bis hin zur vollständigen Ausheilung.
Abhängig von der Diagnose sind im Einzelfall Änderungen der Essgewohnheiten notwendig. Bei Diabetes mellitus oder Insulinresistenz ist ein gut eingestellter Blutzucker entscheidend. Alkoholverzicht oder die Überprüfung von Dauermedikamenten können ebenfalls erforderlich sein. Bei der nicht-alkoholischen Fettleber zeigen Studien, dass bereits eine Gewichtsabnahme von 5–10 % die Leberwerte deutlich verbessern und Fettablagerungen reduzieren kann.
Zur Therapie der Fettleber eignen sich Medikamente mit antientzündlichen und antioxidativen Eigenschaften. Gute Erfahrungen gibt es mit Mariendistel-Extrakten und Antioxidantien wie den Vitaminen E und C. Auch hier gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser. Bei fortgeschrittenen Formen oder Begleiterkrankungen kommen inzwischen neue medikamentöse Optionen infrage, eine zugelassene Standardmedikation gibt es jedoch noch nicht.
Ermitteln Sie Ihren Fibrose-Wert (FIB4-Score-Kalkulator)
Der sog. "FIB4-Score" dient der Identifikation fortgeschrittener Fibrosen. Der FIB4-Score errechnet sich aus GOT, GPT und der Thrombozytenzahl unter Einbeziehung des Lebensalters.
Voraussetzung für die Anwendbarkeit des FIB4-Kalkulators ist eine zuvor erfolgte Diagnose einer sog. "NAFLD". Unter NAFLD versteht man eine nicht-alkoholassoziierte Fettleber-Erkrankung.
Bei einem FIB4-Wert ≤ 1,30 (< 2,0 ab 65 Jahre) besteht ein niedrigeres Risiko für eine fortgeschrittene Leberfibrose, bei Werten > 3,25 besteht ein hohes Risiko, Werte im Zwischenbereich sollten weiter professionell abgeklärt werden. Für Patienten im Alter von ≤35 Jahren ist der FIB4-Score zudem nur eingeschränkt aussagekräftig.
Für die Berechnung Ihres FIB4-Scores tragen Sie bitte die folgenden 4 Werte ein:
CHECK UP ZENTRUM
DR. LUNOW & PARTNER
Praxisklinik für Diagnostik & Präventivmedizin
Servatiusweg 14
53332 Bornheim
Sprechstunden
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Das CHECK UP Zentrum von Dr. Lunow & Partner ist eine fachmedizinische Privatpraxis.
Wichtiger Hinweis zur Terminbestätigung
Ihr Termin für den Gesundheitscheck wird erst final und verbindlich gebucht, sobald wir die folgenden Unterlagen ausgefüllt und unterschrieben von Ihnen erhalten haben:
✔ Ärztlicher Fragebogen
✔ Patienteneinwilligung
Dies erleichtert die Abläufe vor Ort und stellt sicher, dass Ihre Untersuchung optimal vorbereitet ist. Ohne diese Unterlagen kann der Termin nicht verbindlich reserviert werden. Sie erhalten die Formulare nach Ihrer Terminbuchung bei Doctolib als PDFs an Ihre Mailadresse.
Einen Termin für Ihren Leber-Gesundheitscheck können Sie wie folgt vereinbaren:
Online über unser: Buchungsportal
Telefonisch unter: 0 22 22 - 93 23 21
oder senden uns eine Anfrage über die Online-Rezeption
Die Leberuntersuchung kann auch als Selbstzahlerleistung gebucht werden. Die Kosten für einen Leber-Gesundheitscheck belaufen sich auf ca. 1.300 €.




