
FIBROSCAN
Schonend, schnell und schmerzfrei


Die Leber ist eines der wichtigsten Organe unseres Körpers: Sie entgiftet, speichert Nährstoffe, produziert lebenswichtige Proteine und reguliert den Stoffwechsel. Zudem besitzt sie eine einzigartige Fähigkeit, sich bis zu einem gewissen Grad von Schäden zu erholen. Dennoch kann auch die Leber erkranken – insbesondere, wenn sie über einen längeren Zeitraum durch Krankheiten, Übergewicht oder Alkoholkonsum belastet wird.
In der Praxisklinik Lunow & Partner setzen erfahrene Fachärzte die noch relativ neue Fibroscan-Untersuchung ein, um Leberveränderungen frühzeitig zu erkennen. Dieses Verfahren, auch als transiente Elastographie bekannt, ähnelt einer Ultraschalluntersuchung. Es ermöglicht eine nicht-invasive, schmerzfreie Beurteilung des Organs – ohne belastende Gewebeentnahme (Biopsie).
Schonend, schnell und schmerzfrei - moderne Leberdiagnostik mit Fibroscan

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Was verursacht Leberschäden?
Leberveränderungen entstehen selten plötzlich. Da die Leber kaum Schmerzen signalisiert, bleiben Erkrankungen oft lange unbemerkt. Zwar wird Alkoholkonsum häufig mit Leberschäden assoziiert, doch die Ursachen sind vielfältig:
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Metabolische Fettleber (Steatosis hepatis): Durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder Übergewicht lagert sich Fett in der Leber ab. Man spricht von nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD bzw. MASLD). Sie ist die häufigste Ursache für Leberschäden in Industrieländern wie Deutschland. Rund jeder Vierte ist betroffen. Unbehandelt kann sie zu Entzündungen, Fibrose oder Zirrhose führen.
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Alkoholbedingte Leberschäden: Alkohol wird in der Leber abgebaut. Regelmäßiger, übermäßiger Konsum schädigt Leberzellen und fördert Entzündungen – eine der häufigsten Ursachen für Leberzirrhose.
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Virushepatitis (Hepatitis B und C): Chronische virale Entzündungen zerstören Lebergewebe und erhöhen das Risiko für Zirrhose oder Leberkrebs.
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Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen belasten die Leber zusätzlich.
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Medikamente und Toxine: Bestimmte Arzneimittel, Umweltgifte oder Drogen können die Leber schädigen.
Für wen ist eine Fibroscan-Untersuchung sinnvoll?
Ob metabolische Fettleber, alkoholbedingte Schäden oder Folgen von Virusinfektionen oder Stoffwechselstörungen – Lebererkrankungen bleiben oft lange symptomlos oder verursachen nur unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Völlegefühl oder Antriebslosigkeit.
Eine frühzeitige Diagnostik ist daher entscheidend.
Der Fibroscan eignet sich für Patienten mit:
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Verdacht auf Lebererkrankungen,
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Risikofaktoren wie Stoffwechselstörungen, Herzinsuffizienz (Stauungsleber), Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Bluthochdruck,
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subjektivem Wohlbefinden, aber objektiven Risiken (z. B. starkes Übergewicht, langjähriger Alkoholkonsum). Im Rahmen eines umfassenden Gesundheitschecks bietet das Verfahren hohe Sicherheit – ohne Gewebeentnahme.

Was passiert bei der Elastographie?
Der Fibroscan ist ein medizinisches Gerät, das mithilfe von Ultraschallwellen die Elastizität des Lebergewebes misst. Das Prinzip: Gesundes Lebergewebe ist weich und nachgiebig, fibrotisches oder zirrhotisches Gewebe ist hart und vernarbt.
Der Fibroscan sendet einen kurzen Impuls in die Leber und misst, wie schnell sich die Schallwelle ausbreitet. Je schneller die Welle, desto steifer – und damit kranker – ist das Gewebe. Der Schallkopf wird dabei zwischen den Rippen auf die Haut aufgesetzt. Die Untersuchung ist schnell, schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen. Innerhalb weniger Minuten liegen Ergebnisse vor, die Aufschluss über Fibrosegrad (Vernarbung) und Fettgehalt der Leber geben.

Wie hoch dürfen die Werte bei einem Fibroscan sein?
Bei einem Fibroscan werden zwei zentrale Werte gemessen: die Lebersteifheit (LSM – Liver Stiffness Measurement) in Kilopascal (kPa) und der Fettgehalt (CAP-Wert – Controlled Attenuation Parameter) in Dezibel pro Meter (dB/m). Diese Werte helfen, das Ausmaß einer Fibrose (Vernarbung) oder Steatose (Fettleber) einzuschätzen.
Die Lebersteifheit (LSM) gibt Aufschluss über den Grad der Fibrose und wird nach dem METAVIR-Score (F0–F4) bewertet. Eine gesunde Leber weist Werte unter 5,5 kPa auf. Ab 7,0 kPa spricht man von einer leichten bis mäßigen Fibrose (F2), die eine Lebensstiländerung und regelmäßige Kontrollen erfordert. Werte zwischen 9,5 und 12,5 kPa deuten auf eine fortgeschrittene Fibrose (F3) hin, die eine fachärztliche Abklärung notwendig macht. Ab 12,5 kPa besteht der Verdacht auf eine Leberzirrhose (F4), was eine sofortige Vorstellung bei einem Spezialisten erfordert, um Komplikationen zu vermeiden oder eine Therapie einzuleiten. Bei Virushepatitis oder alkoholischen Lebererkrankungen können die Grenzwerte leicht abweichen, da Entzündungen die Messung beeinflussen können.
Der CAP-Wert misst den Fettgehalt der Leber. Werte unter 248 dB/m gelten als unauffällig. Ab 248 dB/m liegt eine leichte Steatose (S1) vor, die durch Ernährungsumstellung und Bewegung oft reversibel ist. Bei 268–280 dB/m handelt es sich um eine mäßige Steatose (S2), die eine gezielte Gewichtsabnahme und Behandlung von Begleiterkrankungen wie Diabetes erfordert. Ein CAP-Wert über 280 dB/m zeigt eine schwere Steatose (S3) an, die dringend medizinisch betreut werden sollte, insbesondere wenn zusätzlich eine Fibrose vorliegt.
Die Werte können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Akute Entzündungen, eine Stauungsleber (z. B. bei Herzinsuffizienz) oder starkes Übergewicht können zu falsch hohen LSM-Werten führen. Bei sehr schlanken Patienten oder bestimmten Geräteeinstellungen kann der CAP-Wert falsch niedrig ausfallen. In solchen Fällen helfen zusätzliche Untersuchungen wie Bluttests (FIB-4-Score, APRI).
Vorteile des Fibroscans gegenüber anderen Verfahren
Traditionell wurde der Schweregrad von Lebererkrankungen durch eine Leberbiopsie bestimmt – ein invasives Verfahren mit Risiken wie Blutungen oder Infektionen. Dabei wird eine dünne Hohlnadel zwischen den Rippen eingeführt und eine Gewebeprobe aus der Leber entnommen. Eine Biopsie erfasst nur einen kleinen Gewebeausschnitt, während Fibrose oft ungleichmäßig verteilt ist.
Der Fibroscan bietet einige entscheidende Vorteile:
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Nicht-invasiv: Keine Nadel, keine Narben, keine Schmerzen.
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Schnell und reproduzierbar: Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und kann wiederholt werden, um den Krankheitsverlauf zu überwachen.
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Ganzheitliche Beurteilung: Misst die Steifheit des gesamten Organs, nicht nur einer kleinen Probe.
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Kombinierte Diagnostik: Neben der Fibrose gibt der CAP-Wert Auskunft über den Fettgehalt der Leber – besonders hilfreich bei Fettlebererkrankungen.



Wie zuverlässig ist der Fibroscan?
Zahlreiche Studien bestätigen die hohe Genauigkeit der transiente Elastographie bei der Erkennung von Fibrose und Zirrhose.
So zeigen Metaanalysen, dass der Fibroscan eine hohe Sensitivität und Spezifität für die Diagnose einer fortgeschrittenen Fibrose oder Zirrhose aufweist. Bei leichter Fibrose ist die Treffsicherheit etwas geringer, aber in Kombination mit anderen Parametern (zum Beispiel Blutwerten) kann die Diagnose weiter präzisiert werden.
Für den Fettleber-Nachweis gilt: Der CAP-Wert (Controlled Attenuation Parameter) korreliert gut mit dem Fettgehalt der Leber und ist eine wertvolle Ergänzung zur Ultraschalluntersuchung.
Auch die S2k-Leitlinie „Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen“ der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) bestätigt die hohe diagnostische Genauigkeit des Fibroscans für Fibrose und Zirrhose, insbesondere bei metabolischen Lebererkrankungen (NAFLD/NASH).
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Fibroscans?
Die relativ neue Fibroscan-Diagnostik ist in Deutschland bisher leider keine Standard-Kassenleistung. Die Kostenübernahme hängt vom Einzelfall und der medizinischen Indikation ab. Im Rahmen der erweiterten Gesundheitsvorsorge können Patienten die Untersuchung als individuelle Wunschleistung in Anspruch nehmen. Die meisten privaten Krankenkassen erstatten die Kosten.
Fazit
Der Fibroscan ist eine wertvolle Ergänzung in der Leberdiagnostik. Als schnelles, schonendes und zuverlässiges Verfahren ermöglicht er eine frühzeitige Erkennung von Fibrose und Fettleber – ohne die Risiken und evtl. Schmerzen einer Biopsie.
Wer seine Lebergesundheit im Blick behalten möchte, sollte bei Risikofaktoren oder auffälligen Blutwerten nicht zögern, mit seinem Arzt über eine Fibroscan-Untersuchung zu sprechen. Denn je früher Leberveränderungen erkannt werden, desto besser sind die Chancen, sie durch gezielte Therapie oder Lebensstiländerungen aufzuhalten – oder sogar rückgängig zu machen.